Waffen und Ausrüstungen

Im Folgenden möchte ich Dir ein paar Tipps geben, welche Ausrüstungsgegenstände Du für einen Wettkampf benötigst.

    1. Zum Transport aller Utensilien von zu Hause zum Wettkampfort benötigst Du eine Tasche. Diese sollte möglichst abschließbar, leicht zu transportieren und ausreichend groß sein.  Bewährt haben sich sogenannte Range Bags. Diese gibt es als Rucksäcke, Tragetaschen oder als Trolleys.  Achte unbedingt darauf, dass Du alle Utensilien ordentlich und vor allen Dingen übersichtlich verstauen kannst. Nichts ist nerviger, als wenn man beim Wettkampf nach einem Kugelschreiber, Munitionsbox oder  anderen Dinges suchen muss und sich bei der Suche der ganze Tascheninhalt auf dem Stand verteilt.
    2. Mehrere Kugelschreiber, welche Du in die Tasche und in Deiner Kleidung verstaust. Du wirst erstaunt sein, wie viele Zettel Du vor einem Wettkampf ausfüllen musst.
    3. Es empfiehlt sich, die angesagten Ringe bei der Scheibenauswertung mitzuschreiben. Deshalb nimm ein kleines Muttiheft mit.
    4. Schützenstände sind nicht die saubersten Orte. Deshalb empfiehlt es sich, zur Schonung der Waffe, eine Unterlage mitzunehmen, auf die man die Waffe legen kann (Lappen oder Moosgummi).
    5. Solltest Du an Deiner Waffe eine verstellbare Visierung haben, dann nimm das entsprechende Werkzeug mit.
    6. Schau Dir Deine Waffe an, welche Schrauben hauptsächlich verbaut sind und nimm entsprechendes Werkzeug mit (aber bitte nicht übertreiben).
    7. Wenn die Waffe mal rumzickt, haben sich ein paar Tropfen Waffenöl oftmals bewährt. Deshalb habe ich immer eine kleine Spraydose Waffenöl in meiner Tasche.
    8. Zum Schutz vor dem Schussknall  ist ein Gehörschutz zwingend notwendig. Bewährt haben sich aktiv Ohrschützer, die das Gehör vor den Schussknall  schützen, jedoch eine normal e Unterhaltung  bzw. das gute Hören der Kommandos gewährleisten. Bei passivem Gehörschutz hört man die Kommandos nicht so gut, da ja alle Geräusche gedämpft werden.
    9. Da die Gehörschützer schon mal kaputt gehen können, hat es sich bewährt, wenn man sich dauerhaft ein Paar Ohrstöpsel in die Tasche legt (die nehmen keinen Platz weg).
    10. Zur Trefferbeobachtung benötigst Du ein Spektiv. Dass ist ein Fernrohr welches auf ein Stativ montiert wird. Es gibt eine Vielzahl von Herstellern und Modellen. Auch ist hier die Preisspanne von wenigen Euro bis zu 1000 Euro möglich. Da aber die meisten von uns keine Millionäre sind, ist eine Abwägung zwischen Preis und der benötigte Leistung notwendig. Für die Kurzwaffendisziplinen bis 25 m verwende ich ein TS-Spektiv  9-27 x 50. Auf diese Entfernung  kann man auf dem schwarzen Scheibenspiegel die Treffer noch ausreichend erkennen. Die Qualität lässt jedoch Treffer im Kaliber .22lfb nicht mehr erkennen. Für die Langwaffendisziplinen bis 100 m verwende ich ein TS-Spektiv  20-60 x 80. Auf diese Entfernung  kann man auf dem schwarzen Scheibenspiegel die Treffer noch ausreichend erkennen. Die Qualität lässt jedoch Treffer im Kaliber 223rem nur noch bei guten Lichtverhältnissen erkennen.
    11. Das Spektiv wird auf ein Stativ montiert. Da man als Anfänger die Schießstände nicht kennt, ist die Auswahl des richtigen Stativs sehr schwer. Das Stativ sollte im zusammengefahrenen Zustand so groß sein, dass es problemlos an oder in der Transporttasche verstaut werden kann. Die maximal einstellbare Höhe sollte so sein, dass Du bei der Scheibenbeobachtung nicht wesentlich aus Deiner Schießhaltung rausgehen musst. Viele Schützen wählen ein zu niedriges Stativ und müssen sich nach jedem Schuss zur Scheibenbeobachtung bücken. Das führt häufig dazu, dass man aus Bequemlichkeit oder Zeitnot auf die Scheibenbeobachtung verzichtet und dadurch Schießfehler nicht korrigieren werden. Das Stativ sollte ausreichend stabil sein. Die meisten preiswerten Stative sind für Fotoapparate gebaut und die Kraft, die auf dem Stativkopf wirkt, geht senkrecht nach unten. Wenn ein Spektiv montiert wird, ist dieses nach vorn ausladend und die Hebelwirkung führt dazu, dass sich das Spektiv mit der Zeit nach vorn absenkt. Außerdem ist ein wackliges Stativ nervig beim Einstellen. Bei Langwaffendisziplinen im Liegendanschlag wirst Du auf den Kauf eines kleinen Stativs nicht herumkommen. Mir ist kein Stativ bekannt, dass so gebaut ist, dass es für den Stehendanschlag ausreichend hoch und für den Liegendanschlag ausreichend niedrig ist.
    12. Nimm in jedem Fall den Wettkampfausweis und das Schießbuch mit.
    13. Bei den Großkaliber-KW Disziplinen ist ab sofort vorgeschrieben, dass eine Schutzbrille getragen wird. Konkret wird in der Sportordnung dazu Folgendes ausgesagt: "Bei den Wettbewerben VL, Zentralfeuerwaffen (Wettbewerb 2.45 und 2.55 ff. sind Schutzbrillen aus Sicherheitsgründen zwingend erforderlich. Unter dem Begriff Schutzbrillen versteht man einen Augenschutz, der das gesamte Auge (von vorne und seitlich) schützt.
    14. Wenn Waffen abgelegt werden, muss nunmehr auch ein Sicherheitsfaden bzw. Fähnchen eingelegt werden.
    15. Bei allen Meisterschaftswettkämpfen (Vereinsmeisterschaft, Kreismeisterschaft, Landesmeisterschaft und Deutsche Meisterschaft) werden zukünftig das Vorhandensein des Mitgliedsausweises des SSB und des Personalausweises kontrolliert. Sollte der Starter die Dokumente nicht vorlegen können, darf nicht gestartet werden.
    16. Für kleine Notfälle hat sich ein kleines Reisverbandspäckchen bewährt.
    17. Viele Sportschützen haben einen Talisman oder Maskottchen Laughing

Wenn der Waffenkauf ins Haus steht, ist meist guter Rat teuer. Da der Kauf bzw. Verkauf einer erlaubnispflichtigen Waffe sehr aufwendig ist, kann man einen Fehlkauf nicht so eben mal wieder loswerden. Weiterhin ist es sehr selten, dass man in ein Waffengeschäft gehen kann und mal ebenso einfach die auserwählten Waffen ausprobieren darf und Probeschießen ist fast gar nicht machbar.

Im Folgenden möchte ich Dir ein paar Tipps zu den einzelnen Waffen geben, die im Verein am häufigsten  geschossen werden und mit denen die meisten Erfolge erzielt wurden.

Im Bereich des Kalibers 9mm Para sind die Waffen der Firma CZ führend. In Punkto Preis/Leistung sind diese Waffen unschlagbar. Leider wird die Peters Stahl im Kaliber .45 ACP nicht mehr hergestellt. Einige von uns erzielen damit gute bis sehr gute Ergebnisse. Ich persönlich bevorzuge die H&K USP Expert bzw. Elite. Diese Waffe gibt es als 9mm Para und .45 ACP, auf welche ein 9mm Para Wechselsystem montiert werden kann. Im Kaliber .38 Spec  bzw. 357 Mag sind die S&W 686 die erste Wahl. Im Bereich der Ordonanzkurzwaffen ist die Makarov die beliebteste Waffe bei unseren Schützen. Jedoch sind die P08 und die Stetschkin der Makarov überlegen, zudem kann man an beide Waffen einen Anschlagschaft montieren. Jedoch sollte man beachten, dass man bei der P08 um das Selberladen nicht herumkommt.

Solltest Du Equipment oder Waffen vermissen, dann lasse es mich wissen.

Mario


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